Zwölf Jahre lang haben wir die Preise nicht indexiert.
In den Jahren der höchsten Inflation haben wir bewusst auf eine Preiserhöhung verzichtet, während andere Anbieter jährlich angepasst haben. Der Verbraucherpreisindex ist seit unserer Gründung 2014 um 44 Prozent gestiegen. Bei Ihnen ist davon nichts angekommen. Jetzt holen wir einen kleinen Teil davon nach, offen erklärt und freiwillig begrenzt.
Zwölf Jahre, in denen alles teurer wurde. Nur wir nicht.
Seit 2014 ist der Verbraucherpreisindex der Statistik Austria um rund 44 Prozent gestiegen. Allein 2022 und 2023 kletterte er um 8,6 und 7,8 Prozent. Strom für unsere Rechenzentren, Vorleistungen, Hardware und die Menschen, die für Sie arbeiten: All das ist in dieser Zeit spürbar teurer geworden.
Die großen Anbieter haben das jedes Jahr eingepreist, so wie es ihre Verträge vorsehen. Das ist üblich und legitim. Wir haben bewusst anders entschieden. Gerade in den Jahren der höchsten Inflation wollten wir Sie nicht zusätzlich belasten. Wir haben in dieser Zeit nichts angepasst. Kein einziges Jahr. Real, also inflationsbereinigt, wurden unsere Leistungen für Sie Jahr für Jahr günstiger, während wir die höheren Kosten selbst getragen haben.
Die Inflation können wir als einzelnes Unternehmen nicht aufhalten. Was wir aber selbst in der Hand haben, ist, wie wir darauf reagieren. Wir wollen weiterhin in eigene Infrastruktur, in unseren Kundenservice in Graz und in die Qualität unserer Netze investieren, statt an diesen Stellen zu sparen oder Leistungen auszulagern. Damit das möglich bleibt, wenden wir ab jetzt die Wertsicherung an, die von Anfang an Teil unserer AGB war, Punkt 16.7.
Was rechnerisch möglich wäre. Und was wir wirklich anwenden.
Unsere AGB erlauben es, die gesamte aufgelaufene Teuerung seit 2014 zu verrechnen. Das haben wir uns bewusst nicht erlaubt.
Eine Grenze, die wir uns selbst gesetzt haben
Internet-Produkte passen wir höchstens um 8,5 Prozent an, Services wie Telefonie und Hosting höchstens um 15 Prozent. Das gilt unabhängig davon, wie viel uns rechnerisch zustünde. Was darüber hinausgeht, verfällt endgültig. Wir heben uns nichts für später auf.
Eine hohe Schwelle
Wir passen erst an, wenn der VPI seit der letzten Basis um mindestens 5 Prozent gestiegen ist. Viele Anbieter reagieren schon ab 1 Prozent. Kleine Teuerungsjahre spüren Sie bei uns gar nicht.
Frühestens nach einem Jahr
Dieselbe Leistung passen wir höchstens einmal pro Jahr an, ganz gleich, wie sich der Index in der Zwischenzeit entwickelt.
Nebenprodukte bleiben außen vor
Wir passen ausschließlich Hauptprodukte an, also Ihren eigentlichen Tarif. Zusatzoptionen und Nebenprodukte bleiben unangetastet. Was sich ändert, sehen Sie genau auf Ihrer Rechnung, gekennzeichnet mit dem Zeichen „(i)" und einer Detailaufstellung.
Mit Stand heute entspricht das ungefähr zweieinhalb Jahren Indexanpassung bei Internet-Produkten und rund dreieinhalb Jahren bei Telefonie und Hosting.
Die Obergrenzen von 8,5 Prozent und 15 Prozent sind eine freiwillige Selbstverpflichtung und kein gesetzlicher Fixwert. Bei einer außergewöhnlichen Entwicklung wie einer Hyperinflation behalten wir uns vor, diese Grenzen anzupassen. Unser Ziel bleibt aber, diese Obergrenzen auch in Zeiten hoher Inflation beizubehalten.
So rechnen wir. Ganz offen.
Andere Anbieter passen einmal im Jahr pauschal alle Kundinnen und Kunden zum selben Stichtag an. Wir haben eine monatliche Indexierungsklausel. Das heißt, wir rechnen für jeden Vertrag einzeln, genau ab dem individuellen Vertragsbeginn oder der letzten Anpassung, auf Monatsbasis. Zwei Kunden mit demselben Tarif können deshalb unterschiedliche Anpassungen erhalten, je nachdem, wann ihr Vertrag begonnen hat. Das ist aufwendiger für uns, aber deutlich fairer und transparenter als eine pauschale Erhöhung für alle zum selben Stichtag.
Grundlage ist der Verbraucherpreisindex der Statistik Austria auf Basis VPI 2010. Die Formel dahinter ist einfach.
Liegt das Ergebnis über der 5-Prozent-Schwelle, wird angepasst, begrenzt durch unsere freiwillige Obergrenze. Der aktuelle Indexwert wird danach zur neuen Basis für alle künftigen Berechnungen.
€ 27,50 × 8,5 % = € 2,34. Das neue Entgelt beträgt € 29,84 im Monat.
Der Rest der aufgelaufenen Teuerung verfällt endgültig.
Auf Ihrer Rechnung erkennen Sie angepasste Positionen am Zeichen „(i)". Die Detailaufstellung zeigt Ihnen je Position die Indexbasis, den aktuellen Indexwert und den angewendeten Prozentsatz. Rückwirkend verrechnen wir nichts. Jede Anpassung gilt erst ab der nächsten Abrechnungsperiode.
Rechnen Sie es selbst durch
Geben Sie Ihr aktuelles monatliches Entgelt und Ihren Vertragsbeginn bzw. das Datum der letzten Anpassung ein. Eine Anpassung erfolgt erst ab einer kumulierten Indexentwicklung von mindestens 5 %, und wir deckeln jede Anpassung bei 8,5 % für Internet-Produkte bzw. 15 % für Telefonie und Hosting. Mehr wird nie verrechnet.
Dieser Rechner schätzt die Anpassung auf Basis der monatlichen Indexwerte des Verbraucherpreisindex 2010 und unserer freiwilligen Obergrenzen. Durchgestrichene Werte zeigen, was ohne unsere Obergrenze fällig wäre. Der verbindliche Wert für Ihre Position steht in der Detailaufstellung Ihrer Rechnung, gekennzeichnet mit „(i)".
Was für Sie gleich bleibt.
- Wir passen ausschließlich Hauptprodukte an. Zusatzoptionen und Nebenprodukte bleiben unangetastet.
- Ihr Tarif, Ihre Leistung, Ihre Bandbreite bleiben, wie sie sind.
- Ihre Ansprechpartner in Graz bleiben dieselben Menschen. Kein anonymes Callcenter, keine Warteschleife.
- Die Wertsicherung steht seit Vertragsabschluss in unseren AGB, Punkt 16.7. Es ist keine Vertragsänderung, sondern die Anwendung einer Regelung, die Sie bereits kennen.
Häufige Fragen.
Was ist eine Wertsicherung?
Bei Verträgen mit wiederkehrenden Zahlungen ist eine Wertsicherung üblich. Sie gleicht die Geldentwertung durch Inflation aus, damit das ursprünglich vereinbarte Preis-Leistungs-Verhältnis erhalten bleibt. Maßstab ist der Verbraucherpreisindex der Statistik Austria.
Warum passt Telematica jetzt an?
Weil wir Kundinnen und Kunden gerade in den Jahren der höchsten Inflation nicht zusätzlich belasten wollten, während andere Anbieter jährlich erhöht haben. Wir haben seit 2014 auf Anpassungen verzichtet, obwohl die Inflation in dieser Zeit um rund 44 Prozent gestiegen ist, und die höheren Kosten selbst getragen. Damit wir weiterhin in Qualität, Infrastruktur und persönliche Betreuung investieren können, wenden wir die vertraglich vereinbarte Wertsicherung ab jetzt an. Freiwillig begrenzt, mit endgültigem Verzicht auf den bereits aufgelaufenen Rest.
Warum ist die Anpassung höher als die aktuelle Jahresinflation?
Weil sie mehrere Jahre auf einmal abbildet, nicht nur das letzte. Wer die jährlichen Anpassungen der großen Anbieter seit 2022 mitgemacht hat, zahlt heute in Summe deutlich mehr Aufschlag, als unsere einmalige, gedeckelte Anpassung ausmacht.
Ist künftig jedes Jahr mit einer solchen Anpassung zu rechnen?
Nein. Die aktuelle Anpassung enthält teilweise einen Nachholeffekt aus mehreren Jahren, in denen wir keine Wertsicherung angewendet haben. Künftig wird der aktuelle Indexwert nach einer Anpassung zur neuen Basis. Dadurch werden spätere Anpassungen nicht erneut auf die bereits verfallene Teuerung berechnet, sondern nur auf die weitere Entwicklung des Verbraucherpreisindex. Eine weitere Anpassung derselben Leistung ist außerdem frühestens nach 12 Monaten und erst ab einer erneuten Veränderung von mindestens 5 % vorgesehen.
Habe ich ein Sonderkündigungsrecht?
Nein. Die Anpassung beruht auf der Wertsicherungsklausel, die Sie bei Vertragsabschluss mit uns vereinbart haben, AGB Punkt 16.7. Sie ist keine einseitige Vertragsänderung im Sinne des § 135 Abs 8 TKG 2021, sondern erhält das vereinbarte Verhältnis zwischen Preis und Leistung aufrecht. Ein außerordentliches Kündigungsrecht entsteht dadurch nicht. Ihr ordentliches Kündigungsrecht bleibt selbstverständlich bestehen.
Wird rückwirkend verrechnet?
Nein. Wir verrechnen ausschließlich für zukünftige Abrechnungsperioden.
Welche Positionen sind betroffen?
Ausschließlich Hauptprodukte, also Ihr eigentlicher Tarif. Zusatzoptionen und Nebenprodukte sind von der Anpassung ausgenommen. Angepasste Positionen erkennen Sie an der Kennzeichnung „(i)" auf Ihrer Rechnung samt Detailaufstellung.
Wann ist die nächste Anpassung möglich?
Frühestens 12 Monate nach der letzten Anpassung derselben Leistung, und nur dann, wenn der VPI seit der neuen Basis erneut die 5-Prozent-Schwelle überschreitet.
Ich habe Fragen zu meiner Rechnung. An wen wende ich mich?
Rufen Sie uns direkt an unter 05 056 400-0 oder schreiben Sie an support@telematica.at. Sie sprechen mit Menschen in Graz, die Ihren Vertrag kennen.
Wir sind für Sie da.
Preisanpassungen sind unangenehm. Das wissen wir, gerade weil wir sie so lange vermieden haben, wie es ging. Deshalb gehen wir diesen Schritt so transparent und zurückhaltend wie möglich. Wenn etwas unklar ist, rufen Sie uns an. Wir nehmen uns Zeit für Sie.
Wir sind uns bewusst, dass diese Nachricht niemanden erfreut. Umso mehr wissen wir Ihr Vertrauen zu schätzen. Wir danken Ihnen, dass Sie diesen Schritt gemeinsam mit uns mittragen. Ihre langjährige Treue ist die Grundlage unseres Unternehmens, und wir werden uns auch in Zukunft dafür einsetzen, Sie mit der gewohnten Sorgfalt und persönlichen Betreuung zu begleiten.
Rechtliche Grundlage: Allgemeine Geschäftsbedingungen der Telematica Internet Service Provider GmbH, Punkt 16.7 (Wertsicherung). Zu den AGB